BESUCH NCD

Hallo Deutschkollegen

Freitag und Samstag war ich zusammen mit meinem ICT Partner Johan de Graaf in Lunteren beim 14. nationalen Kongress Deutsch. (NCD)logo-ncd-2014

Kaum sind wir zurück muss ich kurz meine überwältigenden Eindrücke loswerden.

Unser Resume ist ganz einfach: der 15. Kongress 2019 wartet schon, allerdings wollen wir uns dann auch wieder als Workshop Leiter bewerben. Viele meiner Kollegen haben sich sehr positiv über Digiwelt Deutsch ausgelassen und würden sich freuen, mehr zu erfahren und alles praktisch auszuprobieren. Das nehme ich zum Anlass, um demnächst auf der Webseite eine Einladung anzukündigen zu einem Workshop in Alphen aan den Rijn. Also bleibt dran.

Was mich besonders gefesselt hat.

  1. Kopfnoten geben
  2. Alternative zum sich Melden, wenn man etwas weiss
  3. Exit Karten

Kopfnoten

Was ist das? In Deutschland ein bekanntes Wort. Hier in den Niederlanden ist man dabei, um wissenschaftlich zu untersuchen, wie effizient die Bewertung von Sonstigem eigentlich ist, oder sein kann. Jetzt wisst ihr noch nicht was es ist. Also…

Der Lehrer macht eine selbstkreierte Tabelle in Excel für Sonstiges (was der Lehrer weiterhin wichtig findet bezüglich der Aktivität des Schülers im Unterricht) Eine angepasste Version zum dem unten stehenden Artikel.

z.B. Hausaufgabe gemacht/ Bücher dabei / Fragen auf Deutsch beantwortet/ Fragen zum Stoffinhalt gestellt / auf Deutsch gefragt zur Toilette zu gehen/ das Fenster zu öffnen…./ aktiv im Unterricht…

Der Lehrer verteilt Punkte oder streicht schon erhaltene Punkte. (stört den Unterricht/ spielt auf dem Telefon/ hört nicht zu/ weiss nicht wo man ist…) Der Lehrer hat hier wie immer eine verantwortungsvolle Rolle, objektiv und ehrlich und gerecht zu sein.

Am Ende der Stunde lässt man das Dokument kurz sehen, aktueller Stand. Man kann diese Tabelle in eine Note umsetzen und mit bewerten.

Es kostet vielleicht etwas Zeit und Erfahrung, aber in Deutschland wird die Kopfnote zu 60% mitgerechnet. Die Motivation scheint sich erheblich zu steigern und wenn die Kopfnote hoch ist, verbessert sich auch die Endnote um ein Vielfaches. Motivation im Unterricht ist so statistisch zu belegen und die Beziehung zum Endresultat ist sichtbar für Schüler, Eltern und Lehrer.

Hier ein passender Artikel zum Thema Kopfnoten. Sicher lesenswert…

Artikel Kopfnoten

Ja, das ist richtig. Wenn ich denke wie ein Schüler, dann freue ich mich, wenn jemand sich in der Klasse meldet. Dann brauche ich nicht weiter zu denken.

In einigen Situationen ist das für uns Lehrer sicher überhaupt nicht wünschenswert.

Also: „ Melden verboten“

Alternative: Antwort auf Antwortkarten schreiben und hochhalten! Whiteboard Täfelchen oder etwas anderes selbst Gemachtes. Auch das scheint sehr positiv zu funktionieren. Kann man dann auch gleich mit der Kopfnote verrechnen.

Exit Karten

Am Ende der Unterrichtsstunde gibt jeder Schüler mit Namen seine eigene Exit Karte ab. Auf ein Stück Papier oder auf dazu zugeschnittene Karten schreibt der Schüler auf, was er in der Stunde genau gelernt hat. Allgemeine Beschreibung nicht zulassen.

Der Lehrer kann so sehr schnell sein eigenes feedback nachlesen und kontrollieren, was in die Körfe der Schaler gelangt ist.

In der folgenden Stunde kann er dann die Informationen zurück koppeln und fragen z.B.: Jan, du hast geschrieben, dass du den Unterschied von sollen und müssen gelernt hast und alle Regeln dazu erklären kannst. Also los, erkläre es uns….

Eine einfache und effektive Art seinen Unterricht und sein Unterrichtsziel zu kontrollieren.

Für heute genug. Ich würde mich freuen, wenn ihr meine Anregungen, die ich vom Kongress mit nach Hause genommen habe, kommentiert. Habt ihr bereits  Erfahrungen? Wollt ihr sie mit mir teilen?